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Khongorin Els – Faszination der Wüste Gobi PDF Drucken Email

Mit dem Kamel in der Wüste Gobi zur größten Sanddüne der Tourist auf Reitkamel in der Wüste Gobi, MongoleiMongolei reiten: Die schier endlose Wüste Gobi im Grenzgebiet zwischen Innerer und Äußerer Mongolei zieht immer mehr europäische Reisende in ihren Bann. Zu Recht: Wer im überbevölkerten, überzivilisierten und überreglementierten Mitteleuropa lebt, sehnt sich nach der Weite und Einfachheit der Wüste, nach dem elementaren Naturerlebnis der Einsamkeit.

Hirtenjunge auf dem Pferd, MongoleiHat man alle Ängste und Zweifel einmal über Bord geworfen, fliegt man mit der staatlichen mongolischen Fluggesellschaft MIAT oder alternativ mit der russischen Aeroflot nach Ulan Bator, der mongolischen Hauptstadt, die sich auf dem gleichen Breitengrad wie München befindet – nur acht Zeitzonen weiter östlich. Von Ulan Bator aus nähert man sich allmählich per Geländewagen der einige Tagesreisen südlich beginnenden Gobi.

Zu Beginn staunt man, wie belebt die Steppe ist. Zu fast jeder Zeit sieht man irgendwo am Horizont ein paar Jurten stehen oder Nomadenkinder eine Viehherde hüten. Und das obwohl die Mongolei 4,5 mal so groß wie Deutschland ist und dabei nur ca. 3 Millionen Einwohner zählt. Je weiter man in den Süden des am dünnsten besiedelten Landes der Welt vordringt, desto spärlicher werden die Anzeichen menschlicher Anwesenheit. Manchmal vergehen Stunden, ohne dass man eine einzige Viehherde, Jurte oder auch nur ein Fahrzeug zu Gesicht bekommt.

Mietpferde und Mietkamele im Nationalpark Gurvan Saikhan Uul in der ZentralgobiDie Erde wandelt sich von leidlich grüner Steppe hin zu brauner Brache und schließlich zu einem endlos erscheinenden, blassen Kies- und Schottermeer, aus dem da und dort einzelne graugrüne vertrocknete Kräuterchen ragen. Die Reifenspuren, die die Autopiste darstellen, werden immer öfter von gehörnten Schädeln und verblichenen Knochen verendeter Tiere gesäumt. Der naturliebende Europäer mag vielleicht ganz bewusst die Einsamkeit suchen, hier aber freut er sich über jede Begegnung mit einem Menschen.

Den einheimischen Nomaden scheint es nicht anders zu ergehen. Sie freuen sich ehrlich über jeden Besuch von Fremden, die neben ihren neuen Gesichtern auch Nachrichten aus der Hauptstadt und dem Rest der Welt mitbringen. Reisende werden gastfreundlich mit Airag, dem Nationalgetränk aus leicht vergorener Stutenmilch, und Aruul, einer Art getrocknetem Quark, bewirtet. Beides ist überaus bekömmlich und erfrischend, wenn auch für manche europäische Mägen anfangs etwas gewöhnungsbedürftig.

Abenddämmerung in der Wüste GobiAlle paar Tage füllen die mongolischen Fahrer der gemieteten Geländewagen die Wasser-, Treibstoff- und Lebensmittelvorräte bei kurzen Stopps in kleinen Provinzstädtchen auf. Übernachtet wird unterwegs entweder unter freiem Himmel, im eigenen Zelt und Schlafsack oder in einem Jurtencamp. Gekocht wird auf dem kleinen Kanonenofen der Fahrer. Seinem natürlichen Drang gibt bei einer Pinkelpause hinter der nächsten Bodenwelle nach. Besonders für das Verrichten größerer Geschäfte sollte man nicht vergessen auf den Kurzspaziergang eine Rolle Klopapier und eine Flasche Wasser zum Händewaschen mitzunehmen.

Dusche und Deo vermisst man nicht wirklich. Die südliche Mongolei ist ein besonders trockenes Hochland mit einem extrem keimarmen Klima. Trotz Hitze schwitzt man nicht viel. Und selbst wenn – die Bakterien, die in Europa Schweiß unangenehm riechen lassen, gibt es hier nicht. Selbst nach mehreren heißen duschfreien Tagen, umgibt die Reisegesellschaft keinerlei unangenehmer Geruch.

Gurvan Saikhan Uul, ZentralgobiJenseits der Provinzhauptstadt Dalanzadgad lohnt sich ein Besuch der Geierschlucht Yolyn Am im Gurvan Saikhan Gebirge. Ein oder zwei Tagesreisen weiter erreicht man das größte Highlight einer Fahrt durch die Gobi: Khongorin Els, die größte Sanddüne der Mongolei, ist ca. 180 km lang und stellenweise bis zu 25 km breit. Die letzten paar Kilometer durch das Naturschutzgebiet, nähert man sich Khongorin Els am besten auf vom Naturschutz Ranger gemieteten Kamelen. Die zweihöckrigen Wüstenschiffe sind sehr liebenswert und geduldig, so dass auch unerfahrene Touristen ihre helle Freude an einem Ausritt auf einem Kamel haben.

Khongorin Els, größte Sanddüne der Wüste Gobi, MongoleiAm Fuß der Sanddüne lässt man die Kamele sich ausruhen, während man selbst den Sand hinaufstapft, bis man oben auf dem Kamm angelangt ist. Die Aussicht über die unendliche Wüste unter strahlend blauem Himmel verschlägt einem schier den Atem. Ein kräftiger Schluck aus der mitgebrachten Wasserflasche lässt einen den heißen Wüstenwind, das ständige leise Rieseln des Sandes der „singenden Sanddüne“ noch mehr genießen.

Auf der Rückfahrt nach Ulan Bator sollten Sie sich noch etwas Zeit einplanen, um andere Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, wenn Sie schon mal in der Mongolei sind, z.B. den Dinosaurierfelsen, das Khangai Gebirge oder Karakorum, die ehemalige Hauptstadt der Welt.

Zagsa Uul Strauch am Fuße der Khongorin Els Sanddüne, Zentralgobi, MongoleiLust auf eine Mongoleireise bekommen? Am besten vertraut man sich und seine Wünsche einem erfahrenen Reiseorganisator an. Mongol Tour organisiert Ihren Flug nach Ulan Bator und Ihre Tour innerhalb der Mongolei. Äußern Sie so früh wie möglich Ihre individuellen Wünsche und Erwartungen. Sie werden erfreut staunen, wie flexibel und individuell Ihre Reise durchgeführt wird.

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